
Am 7. Juni 2008 weitete die bayerische Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) ihre Aktivitäten knapp vier Monate vor der Landtagswahl am 28. September deutlich aus. An diesem Tag hielt sie in zwei bayerischen Kommunen Veranstaltungen ab, mit insgesamt 700 Nationalisten. Im schwäbischen Günzburg trafen sich 400 Nationaldemokraten auf Einladung der bayerischen NPD zum dritten Bayerntag. Das Forum am Hofgarten ist für Tagungen, Kultur und für Politik mit einem Fassungsvermögen von 500 Personen bestens geeignet, aber für beide Veranstaltungen wäre es zu klein gewesen. Im Jahre 2007 feierte die bayerische NPD ihren Bayerntag mit 600 Anhängern in Schmidgaden und so durfte die NPD annehmen, daß die Räumlichkeiten im Forum am Hofgarten in Günzburg nicht ausreichen würden. Deshalb mußte sie ganz einfach zwei Veranstaltungen durchführen, um ihren Aktivitäten in Bayern gerecht zu werden.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Stefan Winkler, den NPD-Bezirksvorsitzenden in Schwaben. Danach sprach Karl Richter, Münchner Stadtrat der Bürgerinitiative Ausländerstopp, über die Politik von Deutschen für Deutsche und über die Globalisierung. Der NPD-Fraktionsvorsitzende im Sächsischen Landtag, Holger Apfel, berichtete über die Arbeit in der Landtagsfraktion. Der bayerische NPD-Landesvorsitzende Ralf Ollert ging auf die Rede des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan ein, der seinen Landsleuten in Deutschland die Bewahrung ihrer türkische Identität empfohlen und die Assimilation als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnet hatte. Erdogans türkischer Nationalismus auf deutschem Boden wurde am Rande des Bayerntages von zwei türkischen Staatsbürgern, die eine körperliche Auseinandersetzung mit deutschen Nationalisten suchten, falsch verstanden. Zwischen den Rednern spielte der nationale Barde Frank Rennicke, gab seine Lieder zum Besten, die Stimmung brodelte und er mußte einige Zugaben geben. In den Pausen konnten sich die Besucher mit Bratwurst, Leberkäs und Schupfnudeln stärken. Sascha Roßmüller, der stellvertretende Parteivorsitzende, rechnete mit dem Oberbürgermeister der Kreisstadt Günzburg, Gerhard Jauernig, ab. Dieser wollte in Günzburg mit 1500 Personen gegen den NPD-Bayerntag demonstrieren, gerade einmal die Hälfte an Menschen folgte seinem Aufruf.
Zum Abschluß des Bayerntages spielte bis in die späten Abendstunden die Rockmusikgruppe Frontalkraft. Am Ende des Tages, gegen 23 Uhr, befanden sich noch rund 200 Besucher im Forum am Hofgarten, die das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit, das die NPD in Bayern durchsetzen konnte, friedlich feierten. Linksextremisten, die dieses Recht, das einer demokratisch zugelassenen Partei wie der NPD zusteht, nicht gelten lassen wollten, demonstrierten lautstark gegen die Veranstaltung. Durch diese Störer kam es am Nachmittag und in der Nacht zu Sachbeschädigungen, an zwei Fahrzeugen wurden die Scheiben eingeschlagen. Im Tagesverlauf mußten sieben Linksextremisten aufgrund von Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und gegen das Waffengesetz - es wurden verbotene Gegenstände mitführt - vorläufig festgenommen werden.
Günter Kursawe
Bilder vom Bayerntag 2008 in Günzburg
Karl Richter, Münchner Stadtrat

Blick auf die Bühne des Bayerntages

Holger Apfel, stellv. Parteivorsitzender

Frank Rennicke

Blick auf den Vorplatz

Der Saal in Günzburg war sehr gut gefüllt.

Ralf Ollert, Landesvorsitzender

Sascha Roßmüller, stellv. Landesvorsitzender

Im Namen des NPD Landesvorstandes Bayern danken wir allen Teilnehmern und Helfern für ihr diszipliniertes Auftreten und die durchweg positive Stimmung während des gesamten Festes. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder unsern NPD-Bayerntag ausrichten, und schon heute bitten wir alle Teilnehmer, als Multiplikatoren ihren Beitrag zu leisten, daß 2008 noch mehr volkstreue Deutsche sich dieses einzigartige nationale Erlebnis nicht entgehen lassen.